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Ein kleiner Elefant im großen Urwald
Katrin Graf und Jens Barnieck bringen Kindern in Wehen die Geschichte von „Babar“ näher
WEHEN. „Im großen Urwald ist ein kleiner Elefant auf die Welt gekommen“. So beginnt die beliebte Erzählung über Babar, den kleinen Elefanten aus der Feder des französischen Kinderbuchautors Jean de Brunhoff.
Katrin Graf von der Musikschule Praeludium in Taunusstein-Wehen trug diesen Text in der katholischen Pfarrkirche Herz Mariä vor. Dazu wurde sie von dem Pianisten Jens Barnieck mit der passenden Komposition von Francis Poulenc begleitet.
Vor Beginn der gut dreißigminütigen Lesung herrschte eine erwartungsvolle Stimmung insbesondere bei den Kleinen und Kleinsten vor. Den Blick nach vorne gerichtet, konnten sie ihre Neugier kaum in Zaum halten. Von einer in der Mitte des Raumes aufgebauten Leinwand aus begrüßte sie die vertraute Figur des kleinen Abenteurers. Eine schwarze Melone im Rüssel haltend, schien er die Gäste willkommen zu heißen. „Einen Moment musst Du noch warten“, war von so mancher Mutter zu hören, die ihren Nachwuchs auf dem Schoß sitzen ließ. Doch kaum war das Licht verlöscht und die beiden Akteure betraten den Kirchenraum, herrschte Stille.
Die Musikpädagogin trug von ihrem Stehpult aus die Geschichtedes kleinen Elefanten vor, der im Urwald zunächst eine heitere Kindheit verlebt. Nach dem Tod seiner Mutter flieht der erschrockene Babar in die Stadt. Dort verbringt er zwei Jahre bei einer alten Dame, um später als neuer König in den Urwald zurückzukehren und zu heiraten.
Parallel zu der Geschichte wurden auf der Leinwand die liebevoll gestalteten Illustrationen aus dem Kinderbuch gezeigt. So konnten die Besucher miterleben, dass Babar, mit einer roten Hose bekleidet, gemeinsam mit der alten Dame Kniebeugen übt oder die Elefantendame Celeste und seinem Vetter Arthur in eine Konditorei einlädt. Die mit der Geschichte korrespondierende Musik rundete die Veranstaltung ab. Eine heitere Melodie erinnerte an die unbeschwerte Kindheit des Dickhäuters, wohingegen schnelle Töne von der Flucht des Elefanten in die Stadt berichteten.
Melancholische Töne klangen an, als der von Heimweh geplagte Babar am Fenster steht und an seine Verwandten denkt. Schließlich wurde Tanzmusik zur Krönung und den Hochzeitsfeierlichkeiten aufgespielt.
Zur Premiere eines klassischen Stückes in der Kirche hatte Katrin Graf die Kinder vorbereitet. In drei Unterrichtsstunden wurden sowohl die Geschichte erzählt als auch Bilder zum Thema gemalt. „Wir haben uns außerdem eine passende Aufnahme mit Orchestermusik angehört“, erläuterte die Musikpädagogin. „Dabei wurde den Jungen und Mädchen insbesondere die Bedeutung des Klaviers näher gebracht. Mir ist es ein Anliegen, mit dieser Veranstaltung den Kindern sowohl die Literatur als auch die Musik näher zu bringen“, fasste sie zusammen.
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